Kirche hart wie Stein? – Gastbeitrag von Schwester M. Gabriela Zinkl

„Da werden Sie auf Granit beißen …“, bekommen Frauen seit Jahren zur Antwort, wenn sie im Gespräch mit katholischen Würdenträgern mehr Mitsprache, aktive Beteiligung oder gar den Zugang zu (Weihe-)Ämtern in der Kirche einfordern.  Wie hart Granit tatsächlich ist, weiß ich sehr gut, schließlich bin ich aufgewachsen in einer Gegend im nördlichen Bayerischen Wald, die reich ist an Steinbrüchen und Granitvorkommen. Diese Gesteinsart  ist deshalb so widerstandsfähig, weil sie vulkanischen Ursprungs ist und vor Jahrtausenden durch die Kristallisation von vulkanischem Magma entstand. Gegen Granit halten unsere menschlichen Zähnchen wirklich nicht Stand. Hart wie Granit scheinen die Säulen der Kirche zu sein. Es ist wohl ein aussichtsloses Unterfangen gegen Jahrhunderte alte Traditionen der Kirche, noch dazu vorwiegend männlich dominiert, anzukommen.

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Die Kirche muss Freiheit atmen – Gastbeitrag von Matthias Fack

Die Kirche steht momentan wahrlich unter Druck. Zu viele Skandale werden öffentlich diskutiert und es wird deutlich, dass die Kirche sich vielen wichtigen Aufgaben in der Vergangenheit nicht gestellt hat. In einem undurchsichtigen System – wie es scheint in sich geschlossen und ganz auf Struktur und Macht abgestellt – wird Kritik nicht offen aufgenommen und diskutiert, sondern – ebenfalls allzu häufig – auf die Hierarchie, die heilige Ordnung verwiesen. Ein solches System, gepaart mit Ritus und Religiösem liefert dann Faszination, wenn spannende Drehbücher und Stories für Thriller gesucht werden. Von außen betrachtet und von außen kommentiert, ist ein solches System an sich hermetisch, abgeschlossen und damit weltabgewandt.

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Tabuthema „sexueller Missbrauch“ nicht wieder bagatellisieren! – Gastbeitrag von Monika Meier-Pojda

Jetzt ist es an der Zeit mit der Wahrheit, die offen auf dem Tisch liegt, umzugehen. Es erfordert jetzt Mut und Entschlossenheit sich dem Thema sexueller Missbrauch durch Geistliche grundlegend ohne Tabus zu stellen und nicht wieder zu bagatellisieren. Unsere Kirche verliert ansonsten noch mehr an Glaubwürdigkeit und lässt die Weiterlesen…

itelbild : Bild: Doris und Michael Will / In: Pfarrbriefservice.de

Wie sehen neue Leitungsmodelle und eine synodale Kirche aus? – Gastbeitrag von Magnus Lux

Die katholische Kirche steckt in der größten Glaubwürdigkeitskrise seit der Reformation. Da wird es nicht genügen, ein paar Stellschrauben zur Strukturveränderung zu drehen, da ist ein Systemwechsel, ein Kurswechsel angesagt. Die brennende Frage ist: Welche Maßstäbe sind anzulegen?

Die klare Antwort heißt: Maßstab ist die befreiende Botschaft vom Reich Gottes, die uns der Mann aus Nazareth gebracht hat. Sie zu deuten, in unsere Zeit zu übersetzen und vorbildhaft für die Menschen heute zu leben, ist unsere Aufgabe. Orientierung dabei bietet uns, wie die ersten Christen und Christinnen diese Botschaft verwirklicht haben.

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Nehmt das Konzil endlich ernst! – Gastbeitrag von Dr. Elfriede Schießleder

Jetzt ist die Zeit für eine ehrliche Diskussion um die Macht in der katholischen Kirche. Der vielfach vertuschte sexuelle Missbrauch durch Geistliche über Jahrzehnte hinweg ist kein „Ausrutscher“ – er ist Systemanzeige.  Und – leider – nur die schmutzige Seite der unreflektiert ausgeübten Macht eines Standes, dessen Ansehen gerade schmilzt wie Hagelkörner an der Sonne. Gute, sehr gute Seelsorger geraten in Misskredit durch die verhängnisvolle Brüderlichkeit eines männerbündischen Systems. Damit ist weitgehend alles derzeitige Übel zusammengefasst. Nicht die Männer sind schuld – wohl aber ihre Ausschließlichkeit in der Deutungsmacht. Die falsch verstandene Unantastbarkeit der Una Sancta hat jetzt dem „semper reformanda“ zu weichen – Reform tut Not.

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Offener Brief an die Freisinger Bischofskonferenz

#jetztistdiezeit zum HANDELN – BDKJ Bayern fordert Konsequenzen aus der MHG-Studie

Sehr geehrter Herr Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz,
Sehr geehrte bayerische Mitglieder der Freisinger Bischofskonferenz,

die Ergebnisse der MHG-Studie im Herbst 2018 haben uns in den katholischen Jugendverbänden in Bayern sehr erschüttert. Der jahrzehntelange Missbrauch junger Menschen durch Amtsträger unserer Kirche, das systematische Wegschauen und Vertuschen sowie die Weigerung, sich mit den zugrundeliegenden Themen, wie Machtmissbrauch und dem Umgang mit Sexualität auseinanderzusetzen, konterkarieren in unseren Augen die Botschaft unseres Glaubens.

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